Chronik

Kurzer geschichtlicher Ablauf aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schärding

Diese Angaben stammen aus der 110-Jahr-Feier der FF Schärding

und wurden vom Schuldirektor Helmut Schönauer verfasst.

 

 

Große Brände vor der Gründung

1873

Gründung der Feuerwehr Schärding (siehe unten)

 1899 

 Großes Hochwasser in Schärding (siehe unten)

 1905

 Herstellung einer Alarmierungseinrichtung (Klingeln in Häusern von Feuerwehrmännern)

 1925  

 Ankauf 1. Autospritze

 1928  

 Gründung der Sanitätsabteilung durch Sanitätsführer Heindl

1938  

Auflösung der Feuerwehr als Verein und Umwandlung in eine Körperschaft öffentlichen Rechts

 

Aus den Kriegsjahren gibt es leider keine Aufzeichnungen

1946

1. Ausschusssitzung nach dem Krieg

1953 

Großes Fest zum 80-jährigen Jubiläum

1954 

Große Hochwasserkatastrophe  

 

Neugründung der Wasserwehr

1956 

Ankauf des 1. Tanklöschfahrzeuges

 1961  

 Anschaffung der 1. Fahne (Patin: Kommerzialrat Spanlang)

1962

 Karl Kern ersetzt Hans Huber als Kommandant

 1964

 Ankauf der 1. schweren Atemschutzgeräte

 1965

 Ankauf eines neuen Feuerwehrhauses

 

 Brand der Kapsreiter Bauhofes

 1966

 Feuerwehrdepot fertiggestellt

 1970

 Das TLF 4000 trifft ein und der alte Glöcker kann außer Dienst gestellt werden

 1974 

 Das erste Rüstfahrzeug und das erste A-Boot wird nach LFK nach Schärding verlagert. Anschließend wurden auch das ÖL-Einsatzfahrzeug und das TLF 1200/100 angekauft

1979

wird nach dem Tod von Kommandant Kern Josef Zöchling zu seinem Nachfolger gewählt

1980

wird ein VW-Kombi mit Doppelkabine von der Straßenmeisterei als Kommandofahrzeug aus Eigenmitteln angekauft

1981

verlagert das LFK ein neues A-Boot und ein Schlauchboot nach Schärding

 1982

werden 6 Gasschutzanzüge verlagert und das KRAD (Suzuki 250) angekauft, weiters wurde auch die Bezirkswarnstelle eingerichtet

1983 

wird das Atemschutzfahrzeug vom LFK verlagert 

 

wird die Drehleiter von der Firma Rosenbauer übergeben 

 

Große Brände vor der Gründung

1703 wurden 50 Häuser des Unteren Stadtplates samt der Stadtpfarrkirche und der Heiligen-Geistkirche in Brand geschossen (span. Erbfolgekrieg)

1724 entfachte am 13. Juni (Fronleichnamstag) ein Funke einer Bürgergarde ein Pulverfass, das am Dachboden des heutigen Weinhauses "Goldener Löwe" gelagert war. Durch die Explosion wurden die Häuser von der Eisenhandlung Weyland bis zum Wassertor ein Raub der Flammen.

1779 brach im Cafè Baumann (Schuhaus Mayr) ein Brand aus, der vom Hause Türk bis zur Innbruckstraße (Fa. Baumann) einschließlich Sebastianskirche 80 Häuser einäscherte.

1801 brannten in der Wienigerstraße 4 Häuser ab (Oblinger bis Fränkischer Hof)

1809 wurden 158 Häuser in Brand geschossen, darunter die Stadtpfarrkirche, die Spitalskirche und alle Amtsgebäude.

 

Gründung der Stadtfeuerwehr im Jahre 1873

In diesem Jahr beschloss am 2. Februar der OÖ. Landtag eine Feuerpolizeiordnung und verlautbarte diese im LGB1. Nr. 18. Aufgrund dieses Gesetzes beschloss die Stadtgemeinde unter Bürgermeister Franz Reiß in der Gemeindeausschusssitzung vom 26. März 1873: " Es sei eine freiwillige Feuerwehr zu errichten, mit allen Requisiten der Neuzeut auszustatten, die Kosten dafür nach Möglichkeit aus Gemeindemittel zu tragen"

Bereits am 19. Mai des gleichen Jahres fand unter Vorsitz des Bürgermeisters die erste Versammlung in Wienigers Kellerlokal statt. Aus dieser Versammlung heraus wurde ein Komitee gewählt, das Vorarbeiten zu leisten hatte. (Entwurf der Satzungen, Dienstordnung und Statuten). In der gleichen Nacht, am 20.05.1873, wurde an Herrn Hans Trautner, den späteren Kommandanten, folgender Brief abgesandt:

 

Euer Wohlgeboren

Nach vollendeter Wahl des Gründungs-Comites am 19 d. M zu der zu errichtenden freiwilligen Feuerwehr, wurde von den noch anwesenden gewählten Mitgliedern die Vereinbarung getroffen, dass Mittwoch den 21. d. M 7 1/2 Uhr abends in den Lokalitäten des Herrn Georg Wieninger eine Versammlung bezüglich der Feuerwehr stattfinden möge.

Zu dem Sie mit 72 Stimmen in das Gründungs Comite gewählt sind, von dem Sie hiermit höflichst eingeladen an dieser Versammlung gefälligst teilnehmen zu wollen.

Schärding, am 20. Mai 1873

BGM Reiss