| Einsatzübung schwerer Verkehrsunfall B 137 |
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Eine nicht alltägliche Übung mit zahlreichen Übungszielen veranstaltete die FF Schärding am Dienstag, 24. August. Übungsannahme war ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen auf der B 137 auf Höhe Schärding, wobei ein Fahrzeug über die Innbrücke in das darunterliegende Augebiet stürzte. 4 schwer verletzte Personen waren in den beiden Wracks eingeklemmt und mussten geborgen werden.
Neben der FF Schärding beteiligten sich auch das Team des Notarzteinsatzfahrzeugs, eine Besatzung des Roten Kreuzes und der Polizeiinspektion Schärding an dieser Übung. So konnte auch die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen erprobt werden. Nach der Lageerkundung durch den Einsatzleiter der Feuerwehr wurde die Einsatzstelle in drei Bereiche eingeteilt. Einerseits musste die halbseitige Sperre der B 137 durchgeführt werden, bevor mit den Arbeiten auf der stark befahrenen Bundesstraße begonnen werden konnte. Hier unterstützten auch die Beamten der Polizeiinspektion Schärding die ausgebildeten Feuerwehrlotsen. Die anderen beiden Bereiche waren die jeweiligen Fahrzeuge, wo es parallel mit zwei hydraulischen Rettungsgeräten galt die 4 eingeklemmten Personen zu befreien. Die beiden Verletzten im Auto auf der B 137 konnten relativ rasch geborgen werden. Wesentlich schwieriger erwies sich jedoch die Bergung der Personen aus dem abgestürzten Auto. Alle Utensilien für den Einsatz mussten über die ca. 12 Meter hohe Böschung zum Unfallfahrzeug gebracht werden. Bevor jedoch mit den Arbeiten dort begonnen werden konnte, war es erforderlich das Fahrzeug gegen Abrutschen in den Inn zu sichern. Dies wurde unter Einsatz eines Greifzugs durchgeführt. Anschließend wurde eine Betreuungsöffnung geschaffen. Da die Notärztin lebensbedrohliche Verletzungen feststellte, ordnete sie eine so genannte „Crash-Bergung“ an, welche unverzüglich von den Einsatzkräften der Feuerwehr unter Einsatz des Akkubergegeräts durchgeführt wurde. Noch während der Bergung entschieden die Notärztin und der Einsatzleiter der Feuerwehr die Bergung mittels Korbtrage und Kran des SRF auf die Brücke vorzunehmen, da ein Transport über die Böschung nicht schonend möglich gewesen wäre. Sofort wurden alle Einsatzmaßnahmen gesetzt, sodass die verletzte Person nach der Bergung aus dem Fahrzeug unverzüglich mit der Bergung auf die Brücke begonnen werden konnte. Da die Person bewusstlos war, wurde auch die Notärztin gemeinsam mit der Korbtrage aufgeseilt, um eine Beatmung während der Bergung gewährleisten zu können. Nachdem alle Personen geborgen waren, wurde zuletzt das abgestürzte Fahrzeug auf die Brücke gehoben und dem Abschleppdienst übergeben. Zuletzt konnte auch die halbseitige Sperre aufgehoben und die Absicherung entfernt werden. Am Einsatzort unterstützte die Einsatzleitstelle im Kommandofahrzeug den Einsatzleiter, im Hintergrund wurde auch die Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus Schärding miteinbezogen, welche sämtliche Verständigungen angefangen von der Rettung bis hin zur Wasserrechtsbehörde und dem Verkehrsfunk durchführte.
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